Das Austellungskonzept

Eingebettet in das Gebiet der Mecklenburgischen Seenplatte und der wildromantischen Landschaft des Naturparks Nossentiner-Schwinzer Heide liegt das Dorf Alt Schwerin. Was den Ort auszeichnet und ihn für das AGRONEUM geradezu prädestiniert, ist die fast vollständig erhaltene Anlage eines ritterschaftlichen Gutes. Herrenhaus und Park, Wirtschaftsgebäude, Alleen und Landarbeiterhäuser sind erhalten.

Ein Relikt dieser Entwicklung stellt die zentrale Ausstellung über 5000 Jahre mecklenburgischer Landwirtschaftsgeschichte dar, die 1988 mit großem Aufwand gestaltet wurde. Ganz bewusst ist diese Präsentation der "Selbstdarstellung" gemeinermaßen als ein Exponat der DDR-Geschichte, als "Museum im Museum" erhalten worden.

Das AGRONEUM Alt Schwerin ist ein Freilichtmuseum der besonderen Art: Nicht auf der grünen Wiese erbaut, sondern gewachsen inmitten authentisch historischer Substanz. Neben einer umfangreichen Sammlung von Technik, Alltagsgegenständen, der einklassigen wilhelminischen Dorfschule findet der Besucher auch Landarbeiterwohnungen aus den Jahren 1910, 1942 und den 1960er Jahren vor. Der Besucher erwandert sich das Museum durch das ganze Dorf. Von der Kirche mit der Basis aus dem 13. Jahrhundert, der Gutsanlage mit Herrenhaus, Verwalterwohnung, großen Speichern und Stallanlagen aus dem 19. Jahrhundert bis hin zum Einfamilienhaus eines LPG-Mitgliedes aus den 1970er Jahren. Die konzeptionelle Einbindung dieser "Trendobjekte" hat sich bewährt und wird von den Besuchern dankend angenommen. Das große Freigelände mit Dorfschmiede, Stellmacherei, Holländerwindmühle, Sägegatter, Seilerei und Feldbahn rundet das gesamte Museumsensemble ab.


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